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Die Erfolgsrechnung

Die Kontendarstellung

dient der Veranschaulichung, obschon heute meistens die Staffelform zur Darstellung gewählt wird.

Die Erfolgsrechnung ist eine Zeitrechnung (Monat, Quartal, Jahr).
Die linke Seite der Erfolgsrechnung zeigt den AUFWAND einer Periode, die rechte Seite den ERTRAG.
Ist die rechte Seite (Ertrag) höher als die linke Seite, spricht man von einem GEWINN und umgekehrt von einem VERLUST.
Deshalb nennt man die Erfolgsrechnung oftmals auch GEWINN- und VERLUSTRECHNUNG.

Wichtig ist, dass sowohl der Aufwand als auch der Ertrag periodengerecht verbucht und die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungen (auch transitorische Buchungen genannt) vorgenommen werden.

Definition Aufwand und Ertrag nach Prof. Dr. Karl Käfer (1888-1999):
AUFWAND ist ein Geld-, Sachgüter- oder Dienstleistungsabgang, dem keine oder keine festgestellte Gegenleistung (Zugang) gegenübersteht.
ERTRAG ist ein Geld-, Sachgüter- oder Dienstleistungszugang, dem keine festgestellte Gegenleistung (Abgang) gegenübersteht.

Diese etwas abstrakt anmutende Definition erscheint in einem anderen Licht, wenn man berücksichtigt, dass aus reinen Tauschvorgängen kein Erfolg resultiert (beispielsweise ein Baugeschäft flickt einer Autogarage den Vorplatz gegen Verrechnung von Autoreparaturarbeiten mit gleichem Wert).

Erfolgswirksame Buchungen berühren also immer ein Bilanzkonto, wie unter Logik 6. Die Logik bewiesen wird.

In der Schweiz sehen die Vorschriften bezüglich Mindestgliederung der Erfolgsrechnung das Gesamtkosten- oder Produktionskostenverfahren vor, das heisst, der Materialaufwand, der Personalaufwand sowie die Abschreibungen müssen ersichtlich sein. Oftmals werden die Bestandesänderungen in Halb- und Fertigfabrikaten in der Erfolgsrechnung ausgewiesen.

Die USA kennen hingegen nur das Umsatzkostenverfahren für die Erfolgsrechnung, das heisst, in der Darstellung werden vom Nettoumsatz die Kosten der verkauftetn Produkte (Standard-Herstellkosten) abgezogen. -Standard- ist ein Begriff aus der Kostenrechnung und wäre ein Thema für sich, ändert aber nichts an den Prinzipien der doppelten Buchhaltung.